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Réfraction Lumiere

Réfraction lumiere
Photographie von Licht und Energie und dessen Interaktion mit Material und Umgebung. Die Zersetzung des Lichts in seine Bestandteile führt zu einer Verschmelzung von Farben u. Formen und lassen Bilder entstehen, die eine Aussage in der Essenz des Augenblicks suchen.

Photography of light and energy and its interaction with material and environment. The decomposition of light into its components leads to a fusion of colors and forms, creating images that seek a statement in the essence of the moment.

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To.XX

To.XX  Traces of subsconsiuos memory
digital drawings printed on aluminum 

To.XX
Die Linie in To.XX entsteht in einer kontinuierlichen digitalen Handzeichnung. Sie verdichtet sich, kreuzt sich, bildet Räume und löst sie wieder auf. In ihr bleibt die Bewegung des Zeichnens eingeschrieben – Rhythmus, Geschwindigkeit, Wiederholung und Zeit.
Im Übergang von Schwarz zu Weiß kehrt sich die Erscheinung der Linie um, ohne ihre Kontinuität zu verlieren. Figur und Grund wechseln, während die Bewegung bestehen bleibt. Die Linie verbindet unterschiedliche Zustände, ohne Anfang oder eindeutiges Ende.
Das digitale Zeichnen wird dabei nicht zur Distanzierung von der Hand, sondern zu einer anderen Form ihrer Aufzeichnung. Auf Aluminium erhält diese Spur zugleich eine präzise, beinahe entmaterialisierte Präsenz. Körperliche Geste und digitales Bild bleiben miteinander verbunden.
Darin berührt To.XX Fragestellungen, die auch in Reusses thermografischen Arbeiten wiederkehren: Sichtbares und sich Entziehendes, körperliche Präsenz und energetische Spur, Zeit und Erinnerung. Unterschiedliche Zustände gehen ineinander über, hinterlassen Spuren und bleiben zugleich in Bewegung.
Traces of subconscious memory.

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Réfraction Lumiere

Réfraction lumiere ist die Photographie von den Elementen Licht und Energie und dessen Interaktion mit Material und Umgebung. Die Zersetzung des Lichts in seine Bestandteile führt zu einer Verschmelzung von Farben u. Formen und lassen Bilder entstehen, die eine Aussage in der Essenz des Augenblicks suchen.

Réfraction lumiere is the photography of the elements light and energy and their interaction with material and environment. The decomposition of light into its components leads to a fusion of colors and shapes colors and forms, creating images that seek a statement in the essence of the moment. of the moment.

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Drawing by Chairs

Drawing By Chairs

Drawing by Chairs entsteht aus einem performativen Akt. Stühle werden über den Boden bewegt, erzeugen durch Reibung Wärme und hinterlassen unsichtbare thermische Spuren. Eine Wärmebildkamera macht diese Spuren als Zeichnung sichtbar. Bewegung, Reibung und Wärme ersetzen dabei das traditionelle Zeicheninstrument. Das entstehende Bild wird zum Energiespeicher: Es zeichnet nicht die Handlung selbst auf, sondern die von ihr zurückgelassene Energie. So verbindet die Arbeit Zeichnung mit Performance, Zeit und Transformation. Die Thermografie dokumentiert nicht nur Bewegung, sondern macht die in der Materie vorübergehend gespeicherte Energie einer Handlung sichtbar.

Drawing by Chairs / ELEN originates in a performative act. Chairs are moved across the floor, generating heat through friction and leaving behind invisible thermal traces. A thermal imaging camera makes these traces visible as drawing. Movement, friction, and heat replace the traditional drawing instrument. The resulting image becomes an energy reservoir: it records not the action itself, but the energy left behind by it. In this sense, the work connects drawing with performance, time, and transformation. Thermography does not simply document movement; it makes the energy of an action, temporarily stored in matter, visible.

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Sleepers / Victims

Sleeper / Victims

Seit 1992 fotografiert Stephan Reusse für die Werkgruppe „Sleeper / Victims“ Schlafende im öffentlichen Raum sowie Opfer von Unfällen oder Gewalttaten. In den Wärmebildern treten individuelle Merkmale und räumliche Zusammenhänge zurück; die Körper erscheinen als diffuse, leuchtende Spuren. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Dokument und Abstraktion, Präsenz und Verschwinden. Wärme wird zum Zeichen körperlicher Anwesenheit, zugleich aber auch zu etwas Flüchtigem. Die formale Nähe zwischen Schlafenden und „Victims“ erzeugt einen beunruhigenden Schwebezustand, in dem die konkrete Situation zunächst offenbleibt. So entziehen sich die Bilder der schnellen Lesbarkeit klassischer Reportagefotografie und stellen Fragen nach Sichtbarkeit, Schutzlosigkeit und danach, was von einer Person bleibt, wenn Identität und Geschichte im Bild kaum noch greifbar sind.

Since 1992, Stephan Reusse has been photographing people sleeping in public spaces as well as victims of accidents or acts of violence for his series “Sleeper / Victims.” In the thermal images, individual features and spatial contexts recede; the bodies appear as diffuse, luminous traces. The works move between document and abstraction, presence and disappearance. Heat becomes a sign of bodily presence, yet at the same time something fleeting. The formal proximity between sleepers and “victims” creates an unsettling state of suspension in which the actual situation initially remains unclear. In this way, the images resist the immediate legibility of conventional documentary photography and raise questions about visibility, vulnerability, and what remains of a person when identity and personal history are barely tangible in the image.

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Performances 1982-87

Performances Safari Deutschland

Stephan Reusse – Safari

Mit den Safari-Arbeiten entwickelte Stephan Reusse Anfang der 1980er-Jahre eine eigenständige Position an der Schnittstelle von Fotografie, Performance und Konzeptkunst. Ausgangspunkt ist die scheinbar einfache Geste des fotografischen „Jagens“. Doch an die Stelle der dokumentarischen Aneignung tritt eine Reflexion über das Medium selbst. Nicht das fotografierte Tier, sondern der Prozess seiner Sichtbarmachung wird zum eigentlichen Gegenstand der Arbeit.
Die großformatigen Fotografien entstehen nicht allein durch den Auslöser der Kamera, sondern erst in einem performativen chemischen Entwicklungsprozess. Das Bild wird öffentlich freigelegt, geschrubbt, gewaschen und gleichsam körperlich hervorgebracht. Fotografie erscheint hier nicht als fertiges Abbild, sondern als zeitliches Ereignis, in dem Material, Handlung und Bild untrennbar miteinander verbunden sind.
Die späteren Installationen der Giraffenbilder führen diesen Gedanken konsequent weiter. Auf einer Transportpalette präsentiert, oszilliert das fotografische Bild zwischen Objekt, Spur und Relikt. Die Giraffe wird nicht zur Trophäe einer Safari, sondern zum Träger einer Reflexion über Wahrnehmung, Aneignung und die Materialität des Bildes selbst. Der Bildträger verweist zugleich auf Transport, Archivierung und Musealisierung und erweitert die Fotografie in den Raum.
Rückblickend lassen sich diese Arbeiten als frühe Beispiele einer erweiterten fotografischen Praxis lesen. Lange bevor Begriffe wie Expanded Photography oder postmediale Fotografie Eingang in den kunsttheoretischen Diskurs fanden, verstand Reusse das fotografische Bild bereits als Prozess, als performative Handlung und als Ort der Kommunikation zwischen Körper, Material und Zeit. In diesem Sinne bilden die Safari-Arbeiten nicht nur einen eigenständigen Werkkomplex, sondern zugleich die konzeptuelle Grundlage für die späteren Collaborations, in denen sich der Fokus von der Materialität des Bildes auf die Materialität menschlicher Begegnung verschiebt.

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Test

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Pissflowers

Pissflowers / Poppies

Die Poppies entstanden aus den 1982 angelegten Kryptoaktionen bei denen es um das unsichtbar machen und aktionistische Hervormalen von Fotos ging.
Dabei handelt es sich um einen chemischen Reaktivierungsprozess, bei dem das Silber in dem Foto in ein unsichtbares Halogensilber umgewandelt und anschließend bei Tageslicht in ein Natriumsilberbild reaktiviert wird. Dieses Verfahren diente, die Fotografie in einen malerischen Gestus oder im Rahmen einer Performance in einen malerischen Prozess zu transformieren.

The Poppies spawned from a larger body of experimental work; the ‘Crypto-Actions’ of 1982. The actions set out to make photographic images chemically ‘disappear’ and to explore action based processes that resurfaced the images in novel transformations.
These works in particular use a chemical reactivation process that turns the silver gelatin of the image into halogen silver. This makes the image ‘disappear’. In a second step in the process the halogen sliver is then turned into sodium silver by daylight. This is done gradually by the artist through a gestural process. These works transform the medium of photography into a performative mode akin to painting

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Laser / Light Works / Videos

In den Laser / Light Works wird Licht zu einem immateriellen Mittel des Zeichnens. Linien, Bewegungen und Projektionen entfalten sich in Raum und Zeit, erscheinen und verschwinden wieder. Anstatt einen festen Gegenstand abzubilden, machen die Arbeiten Bewegung selbst sichtbar. Licht wird zu Spur, Bild und Ereignis – zwischen physischer Präsenz und flüchtiger Wahrnehmung. So entsteht ein Raum, in dem Zeichnung, bewegtes Bild und Installation ineinander übergehen und das Bild nur für die Dauer seines Erscheinens existiert.

In the Laser / Light Works, light becomes an immaterial means of drawing. Lines, movements and projections unfold in space and time, appearing and disappearing again. Rather than representing a fixed object, the works make movement itself visible. Light becomes trace, image and event — shifting between physical presence and fleeting perception. The works open up a space in which drawing, moving image and installation merge, and the image exists only for the duration of its appearance.

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